Aktuelles
Mehr von der Osterau
Nachdem die Sumpfdotterblumen nun verblüht sind (siehe Beitrag weiter unten), blühen gerade große Bestände der Kuckucks-Lichtnelke. Diese Art war vor Beginn der regelmäßigen Pflegemahd verschwunden.
Schaf - Wolle - Lamm oder: „Muss das Schaf für meinen Pulli frieren?“ - Die NAJU-Gruppe auf der Spur der Schafe
Die "Naturläufer" der NAJU-Gruppe Neumünster suchen regelmäßig die verschiedensten Naturräume zur gemeinsamen Erkundung auf. Am 25. April trafen wir uns in der Arche Warder, um uns mit den
Wunschthemen der Kinder: Schaf, Wolle, Lamm auseinanderzusetzen.
Dazu haben wir eine Führung zu historischen Schafrassen gebucht. Da sich erfreulicherweise sehr viele entschlossen haben, unserer Einladung zu folgen - wir waren 26 Kinder und 22 Erwachsene - ermöglichte uns der Tierpark kurzfristig eine Doppelführung, damit die Gruppe nicht so groß ist. Dafür herzlichen Dank an die Arche Warder!
Wir beginnen in der ersten Gruppe, die sehr einfühlsam und kindgerecht von der Biologin Dr. Stefanie Spitzmann-Fink geführt wird, mit den gemachten Beobachtungen zu der bei der letzten Aktion
ausgeteilten Wolle der Walachenschafe.
Die Naturläufer berichten wie kleine Detektive, wie sich die Wolle anfasst, wie sie riecht und wie sie sich im Kontakt mit Wasser verhält: das Wasser perlt nämlich durch das enthaltene Lanolin
ab, ein natürliches Wachs, was einen zusätzlichen Schutz der Haut der Tiere darstellt.
Auch später kommen wir immer mal wieder auf das Thema Wolle zurück, da es sich anhand der verschiedenen Schafrassen so gut erklären lässt. Ursprünglich waren die Schafe eher braun, langhaarig und hatten Hörner. Erst durch den Menschen wurden die weißen Tiere bevorzugt und mit überwiegend kurzem, da wärmerem Fell gezüchtet, weil sich die von ihnen gewonnene helle Wolle besser einfärben lässt. In Gruppe 2 wurde dazu eine Handspindel ausprobiert.
Dann geht es los zu den verschiedenen Gehegen. Im Stall besuchen wir Drillingslämmer, die von der Mutter getrennt aufgezogen werden, da diese nicht genug Milch für alle drei hat. Wir machen uns Gedanken dazu, dass Schafe, wenn sie auf die Welt kommen, noch keine Hörner haben, da sie ja sonst ihre Mutter im Bauch und bei der Geburt verletzen würden.
Als wir bei dem Gehege des Europäischen Wasserbüffels vorbeilaufen, bietet sich uns ein kleines botanisches Zwischenspiel. Wir widmen uns spontan dem Giersch (Aegopodium podograria), dieser wundersamen Wildpflanze, die viele aus ihrem Garten kennen. Giersch kann man essen, der Geschmack ähnelt Petersilie. Die Pflanze fasziniert dadurch, dass sich bei ihr alles um die Zahl Drei dreht. Sie lässt sich sehr gut daran erkennen, dass ihre Blattstiele dreikantig sind, sie drei Blattachsen aufweist, die wiederum meist drei Blätter besitzen. Die sichere Bestimmung von Giersch ist sehr wichtig, da er zur Familie der Doldenblütler gehört, die hochgiftige Doppelgänger beinhaltet.
Auf den Koppeln begegnen wir vielen verschiedenen Schafrassen, die wir auch in den Gehegen besuchen und füttern dürfen. Sie lassen sich streicheln und blöken uns an, fordern Futter. Es kitzelt so schön auf der Hand, wenn die Tiere es mit dem Maul aufnehmen!
So haben die Naturläufer zwei verschiedene Führungen zum gleichen Grundthema genießen dürfen. Danke an Dr. Stefanie Spitzmann-Fink und Stefanie Klingel, die die zweite Gruppe führte, für die vielen gewonnenen Eindrücke und Inspirationen zur Vielfalt dieser Nutztiere und ihrer phantastischen Welt. Wir haben wieder viel gestaunt und gelernt! Auch danke für die Antworten auf unsere Fragen und die Anmerkungen, die Randthemen interessant streiften und wieder neue Anregungen zum eigenen Beobachten gegeben haben.
Herzliche Grüße an alle, die trotz der windigen und eher kühlen Witterung dabei waren. Es hat Spaß gemacht und wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen!
Euer Naturläuferteam
Text und Fotos: Charlotte Böhnert
Frühling auf der Feuchtwiese an der Osterau
Ein Fühjahrsbesuch auf unserer Feuchtwiese an der Osterau zeigt, dass sich die seit 2018 durchgeführte Pflegemahd auf der zuvor Jahrelang brachliegenden Fläche lohnt: Bei den Sumpfdotterblumen ist inzwischen eine deutliche Zunahme der Pflanzenanzahl zu sehen. Waren es zunächst noch drei Exemplare, so sind es jetzt über 30, die gerade leuchtend gelbe Akzente auf der Fläche setzen. Dazwischen stehen unzählige Rosetten der Kuckuckslichtnelke, die im Juni eine reiche Blüte erwarten lassen.

Storchensaison 2026: Leichter Rückgang der besetzten Horste – frühe Rückkehr
Im Großraum Neumünster haben jetzt 35 Weißstorchpaare ihren Horst bezogen. Das sind drei Paare weniger als im Vorjahr. Dennoch sind wir sehr zufrieden: Wegen der auf dem Zugweg
grassierenden Vogelgrippe befürchteten wir größere Verluste. Zum Glück erwiesen sich die Befürchtungen als nicht zutreffend. Die großen Segelflieger waren in dem gleichbleibenden
Beobachtungsgebiet in Mittelholstein offenbar wenig betroffen.
Der Klimawandel macht sich auch schon sehr stark bei den Weißstörchen bemerkbar: Schon sehr früh fanden sich 31 der rotbeinigen Vögel im Februar an ihrem Horst ein. Im März trafen 30 weitere
Störche an ihrem Standort ein. Nur 11 Exemplare kamen im April zurück. Damit kehren die Weißstörche immer früher an ihren Standort zurück. In der Vergangenheit kehrten die Störche meist Ende März
und im April zurück.
Zwei Einzelstörche befinden sich in Fuhlendorf und Bimöhlen-Weide und warten sehnsüchtig auf einen Partner. In Schmalensee besetzte ein brutwilliges Gänsepaar die Storchennisthilfe. Über je ein
Storchenpaar freut man sich in Neumünster-Einfeld, Neumünster-Tungendorf, Bönebüttel, Großharrie, Kleinharrie, Padenstedt, Schmalstede, Loop, Krogaspe, Timmaspe, Gnutz, Bargstedt, Dätgen,
Langwedel, Ellerdorf, Eisendorf, Brammer, Meezen, Aukrug-Homfeld, Armstedt, Groß Kummerfeld, Großenaspe-Wischhof, Großenaspe-Immenhof, Großenaspe-Sellhornhof, Wiemersdorf, Heidmühlen, Bimöhlen,
Bimöhlen-Mühlenkamp, Bimöhlen-Dorfstraße, Hitzhusen, Bad Bramstedt-Achtern Diek, Bad Bramstedt-Bissenmoor, Weddelbrook, Hagen und Lentföhrden.
Text: Peter Hildebrandt
Grundstein für neuen Wald an der Arnika-Fläche gelegt
Im Rahmen eines gar nicht mal so kleinen Arbeitseinsatzes wurden am "Tag des Waldes" (21.3.) auf einer ehemaligen Fichtenforstfläche an unserer Arnika-Fläche junge Buchen und vor allem Eichen gepflanzt, um den Grundstein für einen neuen Wald zu legen. Der Fichtenbestand war komplett Borkenkäfer und Sturm zum Opfer gefallen - was letztlich den Umbau zum standortgerechten Laubwald aus heimischen Baumarten stark beschleunigt hat. Im Herbst wird die Pflanzung weiterer junger Eichen folgen.
Anschliessend wurde noch das Astholz vom vorherigen Arbeitseinsatz in der angrenzenden Sandgrube aus den Heide- und Magerrasenbereichen herausgetragen.
Ein großes "Dankeschön" an alle Helfer!
NAJU-Gruppe „Naturläufer“ startet in die Saison 2026
Die Auftaktveranstaltung der Naturläufer in unserem elften Aktionsjahr hat am Samstag 18 Kinder im Alter von drei bis zehn Jahren zu uns in den Hort des
Familienzentrums Ruthenberger-Rasselbande geführt, wo wir uns gemeinsam mit dem Wunsch-Thema der Kinder „Feldhase und Wildkaninchen“ beschäftigt haben.
Schon zu Beginn werden einzelne Kuscheltiere mitgebracht und stolz gezeigt und davon erzählt, wo die Naturläufer schon einmal auf ein Wildkaninchen oder einen Feldhasen getroffen sind. Die Kinder
sind freudig aufgeregt und sehr motiviert mitzumachen. Das ist schön und begeistert auch uns vom Naturläufer-Team, wieder voll einzusteigen und für Euch da zu sein.
Wir sehen uns die verschiedenen Merkmale der beiden Arten an, besprechen die Unter-schiede und Gemeinsamkeiten. Kurze Such- und Versteckspiele machen den theoretischen Teil der Aktion
abwechslungsreich.
Diesen halten wir wie gewohnt bewusst analog, was auch sehr gut und begeistert ange-nommen wird. Julia hat dafür diesmal sehr ansprechende grüne und gelbe Farbkarten mit Fotos und
Kurzinformationen darauf erstellt. Die Naturläufer sind sehr präsent und stellen einige Fragen zum Thema. So finden wir gemeinsam vieles über die Lebensweise der Tiere und ihre Umgebung heraus.
Nachdem wir auch auf die Bedrohungen für sie und ihren natürlichen Lebensraum eingegangen sind, machen wir uns an den praktischen Teil des Vormittags.
Es entstehen viele schöne, bunte Hühner, Hasen, Schäfchen und Küken in Ostereiern. Die Kinder können sich schlecht davon trennen und entscheiden sich meist, ihre selbst gebastelten Schätze mit nach Hause zu nehmen, was auch völlig in Ordnung ist. Am Ende bleiben doch noch einige Zweit-Werke für die Präsentation in der Buchhandlung Krauskopf in Neumünster übrig, die uns freundlicherweise noch einmal die Möglichkeit gibt, dort kleine Kunstwerke der Naturläufer auszustellen und gegen eine Spende für den NABU abzugeben. Darunter sind einige wunderschöne Exemplare, die so besonders sind wie ihre jungen Gestalter.
Zum ersten Mal gibt es Hausaufgaben für die nächste Aktion, bei der es sich um Schafe, Wolle und Lämmer drehen wird. Jedes Kind darf sich etwas Schafwolle mitnehmen und sie sich bis zum nächsten Mal genauer ansehen, daran riechen, erfühlen und schauen, wie die Wolle reagiert, wenn sie zum Beispiel mit Wasser in Berührung kommt.
Wir sind gespannt, was die Kinder uns in unserer April-Aktion am 25.04.26 zur Wolle erzählen werden, wenn wir uns in der Arche Warder wieder sehen. Wer nicht dabei war und noch keine Wolle zum Erforschen hat, kann sich gerne bei uns melden. Wir haben noch genug.
Vielen Dank für Euer Kommen, es hat uns großen Spaß gemacht.
Wir freuen uns immer auf Euch!
Euer Naturtäufer-Team
Text und Aufnahmen: Charlotte Böhnert
NEU - Das Jahresprogramm 2026 der NAJU-Gruppe Neumünster!
Ganz frisch findet Ihr hier das neue abwechslungsreiche Programm unserer Kinder- und Jugendgruppe.
Gehölzarbeiten am Fledermauswald
Rechtzeitig vor dem anstehenden Ende der 'Knicksaison' am 28.2. haben wir im Rahmen eines kleinen aber 'intensiven' Arbeitseinsatzes am Rand eines unserer
Amphibiengewässer auf der Wiese am Fledermauswald einige Gehölze zurück genommen. Vor allem die schon recht hohen
Erlen senkten durch ihren Wasserverbrauch den Wasserstand des Teiches im Sommer schnell sichtbar ab. Zudem beschatteten sie inzwischen auch mehr und mehr die dort von uns als Sitzwarten für den
Laubfrosch angepflanzten Weißdorn- und Haselnusssträucher. Ebenfalls beseitigt wurden einige junge Fichten, die am Südrand des Gewässers aufwuchsen und es in den nächsten Jahren beschattet
hätten.
Im Oktober stehen Arbeiten an einem anderen Teich an, der ebenfalls mit Erlen zuwächst.
Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken!
Igelschutz - Petition für ein Nachtfahrverbot für Mähroboter
Die NABU-Gruppe Preetz-Probstei hat eine Petition für ein Nachtfahrverbot für Mähroboter in Schleswig-Holstein gestartet, die wir unterstützen und auf die wir hier gerne hinweisen:
Weitere Informationen zum Igelschutz durch 'Klick' auf das Bild!
Mehr Sonne für kleine Heide- und Magerrasenfläche
Direkt neben unserer Arnika-Fläche befindet sich eine ehemalige kleine Sandentnahme. Da die Heide- und Magerrasenflächen zunehmend durch Birken beschattet wurden, haben wir in einem Pflegeeinsatz für mehr Sonne auf dem Südhang gesorgt. Das wird nicht nur Heidekraut, Heidenelke und Thymian freuen, sondern auch die Waldeidechsen, die nun wieder eine warme "Sonnenbank" haben.

9. - 11. Januar 2026:
Stunde der Wintervögel
Bei der bundesweit größten Vogel-Zählaktion sind
alle Naturbegeisterten aufgerufen, eine Stunde lang
im Siedlungsraum Vögel zu beobachten, zu zählen
und dem NABU zu melden.
Mit dieser Aktion wollen wir ein möglichst genaues Bild von der Vogelwelt in Deutschlands Städten und Dörfern erhalten, wofür wir Ihre Hilfe brauchen.
Dabei geht es nicht um eine vollständige Erfassung aller Vögel. Wir wollen vielmehr Veränderungen der Vogelbe-stände beobachten. Die anhand der Aktion gesammelten Daten werden über mehrere Jahre
verglichen, um neue Erkenntnisse über die Entwicklung einzelner Arten zu gewinnen. So können wir uns effektiver für den Vogelschutz engagieren und jede/r Teilnehmende trägt dazu bei.
Alles zur Mitmachaktion 'Stunde der Wintervögel' finden Sie hier oder im Faltblatt zur Aktion:
Die Meldungen des Jahres 2025 sind bereits in das Archiv umgezogen!



















